artis interview

Christian Heese

Als ich gefragt wurde, „Wann hast Du denn mit dem Malen angefangen? Schreib das doch mal“, habe ich beim Zusammentragen der „Meilensteine“ festgestellt, dass mich das Malen bereits mein ganzes Leben begleitet hat. Pausen und Unterbrechungen haben daran nichts ändern können.

Aber das ist erst jetzt in der Rückschau zutage getreten.

Für alle, die mit dem Malen liebäugeln, sich aber nicht trauen, für die, die Freude am Malen haben, sich aber nicht als gut genug erachten, für jene, die denken, sie haben keine (ausreichende) künstlerische Ausbildung und natürlich für alle Neugierige ist hier mein „malerischer“ Werdegang.

1978

Im Alter von neun Jahren habe ich in den Sommerferien mein erstes Comic geschrieben und bebildert – eine kurze, dreiseitige Hasengeschichte.

child sketch

1985

Mit 16 hatte ich das erste Mal Kontakt mit Ölmalerei im Kunstzirkel der Schule. Die umfassendste künstlerische Aufgabe aber war die komplette Illustration der Klassenabschlußzeitung.

1987

Im Jahr darauf, mit 17, habe ich im Internat während meiner Abiturzeit mein Zimmer mit einem Wandbild versehen. Etwa 10 Jahre später habe ich erfahren, dass sich bei den folgenden Schülergenerationen die Sitte eingebürgert hatte, dass nur derjenige das Zimmer bekommt, der dieses Bild erhält. Das endete erst, als etwa 1999 das Internatsgebäude abgerissen wurde.

wandbild wallart
1. Wandbild | 1st Wallart

1989

Zwei Jahre später während des Grundwehrdienstes habe ich die Freizeit- und Hobbyräume mit Aufmachern auf den jeweiligen Türen versehen. Im Partyraum entstand das zweite Wandgemälde mit ca. 50 cm x 250 cm. Daneben blieb nur Zeit für Zeichnungen.

karavane
wandbild armee

1990 / 95

Während der ersten Hälfte der 1990er Jahre konnte ich in meiner Studienzeit (Biophysik, nicht darstellende Künste) immer weniger Zeit für das Malen erübrigen. Es entstanden nur einige Zeichnungen (besonders mikroskopische) und Gemälde. Auch das dritte Wandgemälde in ca. 1,20m x 2,50m kam hinzu.

1991

1991 – 1.Platz im deutschlandweiten Computer-Grafikwettbewerb des 64’er Magazins

Die 64’er war das wichtigste Printmedium im gesamten deutschsprachigen Raum für den Commodore 64. Das Bild ist im A4-Format und wurde in 12 Stunden Pixelarbeit erstellt. Vorlage war ein Bild des tschech. Malers Zdeněk Burian.

winning picture
12h harte Pixelarbeit
page 64er mag
Bekanntmachung Gewinner (C) 64er Magazin

1995

Gestaltung der Urkunde der Rock ‘n‘ Rollmeisterschaften der deutschen Hochschulen

urkunde
Wettbewerbe Gewinnen (geht weiter)

1996/2014

Einstellung des Hobbys aus beruflichen Gründen.

Anfang der 2000er Jahre waren die einzigen Aktivitäten beruflicher Art und stellten Handbücher, Schulungsmaterialien und Webauftritte dar. Auch eine visuelle Unterstützung für ein Motorenprojekt war dabei, um Design-und Funktionsstudien greifbarer zu machen (Stirlingmotor – neuer Typ, Erfinder A.Gimsa).

2014

Die Kreaktivpause wurde 2014 abrupt beendet. Der Wiedereintritt ins malerische Leben kam durch Lehrvideos von Bob Ross „Freude am Malen“ und im Weiteren sehr viel Lernmaterial von Igor Sacharow, das insbesondere half, den eigenen Malstil herauszuarbeiten und wieder ein Gefühl für Farben, Formen und Proportionen zu bekommen.

Bis 2020 entstanden etwa 20 Gemälde. In Vorbereitung sind weitere Projekte, die das Malspektrum auf andere Tätigkeitsfelder erweitern. 2021 werden diese dann auf der Homepage vorgestellt.

exhibition 2020